17. Dezember
Kalmar (Schweden), Bronzemedaille 1923, 55mm
auf Gustav Wasa von Carl Milles
Schloss Kalmar in der schwedischen Stadt Kalmar ist einer der besterhaltenen Renaissanceschlösser in Nordeuropa. Durch seine Lage an der einstigen Grenze zu Dänemark spielte die einstige Burg eine wichtige Rolle in der schwedischen Geschichte. Das Schloss steht auf einer kleinen Halbinsel an der Ostseeküste und ist durch einen Burggraben von Festland getrennt.
In der ursprünglichen Fassung aus dem 12. Jahrhundert war Kalmar von einer unregelmäßigen Ringmauer umgeben. Zur besseren Verteidigung errichtete man den Donjon zur Seeseite hin und schützte ihn durch zwei massive Rundtürme. Zwei quadratische Tortürme sicherten die Einfallswege am Tor. Die runden Türme – eigentlich eine französisch-deutsche Entwicklung – waren lange Jahre die einzigen Türme ihrer Art in Skandinavien.
Die Festung, welche unter den vorangegangenen 395 Jahren 22-mal belagert wurde, aber nie erstürmt werden konnte, wurde zum Gefängnis, Getreidespeicher und zur königlichen Schnapsbrennerei degradiert. Große Teile der alten Einrichtung wurden zerstört, und es gab sogar Vorschläge, das Schloss abzureißen. In den 1850er Jahren begann man mit Rekonstruktionsarbeiten, die zwischen 1920 und 1940 intensiviert wurden. Wegen der wirtschaftlichen Lasten des Zweiten Weltkrieges mussten diese Arbeiten allerdings vorzeitig eingestellt wurden. Die Wiederherstellung des Äußern konnte damit zwar abgeschlossen werden, doch im Innern sind nur wenige Räume wieder vollumfänglich hergestellt, zahlreiche andere blieben bis zum heutigen Tag weitgehend leer.
(Quelle wikipedia)
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